Der Tagebau - ein Zerstörer

Wie ich in einem vorherigen Beitrag schon ansprach, war ich ende August im lausitzer Braunkohlerevier unterwegs. Besonders eingebrannt haben sich bei mir die Bilder der abgetragenen Dörfer. Viel ist von den Orten in der Regel nicht mehr zu sehen, da die Häuser, sobald die Menschen ausgezogen sind abgerissen werden, um keine Geisterdörfer entstehen zu lassen. Oftmals ist aber noch zu erkennen, dass hier vor nicht all zu langer Zeit einmal Häuser standen. Man sieht intakte Straßen, Telefonleitungen und teilweise noch Grundstücksgrenzen in Form von Hecken und Baumreihen.

Bei Rohne (Schleife) konnten wir noch eine alte Schrotholzscheune besichtige, die wahrscheinlich nicht abgerissen werden darf, weil sie unter Denkmalschutz steht.

Schäferstraße 85, Rohne (Trebendorf)

Auch dieser Hof, ein paar hundert Meter weiter bei Neu-Trebendorf wurde noch nicht abgerissen, aber auf unserem Weg dahin war noch unklar ob die Gebäude überhaupt noch stehen. Mittlerweile wurde der Hof wohl komplett abgerissen und dem Erdboden gleich gemacht.

Etwas weiter bei Trebendorf sahen wir dann die traurigen Reste einige Häuser und Höfe. Nur noch, wie frische Gräber aufgeschüttete Erdhaufen. Ein wenig weiter war noch ein frischer Schutthaufen zu sehen. Dort stand der Hof Schleifer Str. 32. Auf Luftbildern von bing und Google ist der Hof als solcher noch zu sehen. Auf den Luftbildern des Geoportals des Landkreises Görlitz sind auch noch weiter Gebäude zu sehen.

Abbgerissener Hof Schleifer Straße 32, Trebendorf

Mehr Bilder von diesem Ausflug gibt es auf Commons

Kartendaten: © OpenStreetMap contributors,
Luftbild: © Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen (GeoSN)

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